Lexikon - Field Target

Der Schießsport „Field Target“ ist eine Jagt-Simulation aus England und USA, bei der man mit Luftgewehren (in Deutschland mit niedriger 7,5J und mittlerer 16,3J Mündungsenergie) auf lebensgroße Metallsilhouetten von Kleintieren wie Ratten, Kaninchen oder Eichhörnchen geschossen wird.


Entstehung

Dieser Schießsport ist relativ neu und entstand Ende der 70er Jahre in England. Er breitete sich in England und in den USA schnell aus, heute ist er besonders im England ein ausgesprochen verbreitete Sportart, der sich gegenwärtig auch im kontinentalen Europa und Südafrika erfreulich entwickelt.

Die Regeln der ersten Wettkämpfe waren sehr einfach:
Ziel erkennen, Entfernung schätzen, Zielfernrohreinstellung entsprechend korrigieren, um die Trajektion des Diabolos zu korrigieren und dann auf ein Papierziel auf der Tiersilhouette schießen.


Ziel

Die Ziele sind lebensgroße Silhouetten eines typischen bejagdbaren Kleintieres, das aus Stahlblech gestanzt oder geschnitten ist. In der Silhouette ist ein Loch an der Stelle vorhanden, die der ¨Blattschußregion¨ entspricht: die so genannte ¨Kill Zone¨ (15, 20, 25 und 40mm). Hinter dieser befindet sich ein zweites, lüffel förmiges Stahlteil, das ¨Paddle¨, das meist weiß, gelb oder rot gefärbt ist. Diese auffällige und gut sichtbare Kill Zone ist das eigentliche Ziel, das anvisiert werden muss. Ein direkter Treffer wirft das an einem Scharnier befestigte hintere Teil zurück und gibt damit die ebenfalls mit einem Scharnier an der Basis befestigte Silhouette frei, die dann durch Federdruck oder -zug nach hinten umkippt und somit symbolisch ¨tot¨ ist, die Silhouette kann mit einem Seilzug wieder zum Leben erweckt werden. Ein Silhouettentreffer bewirkt außer einer Frustration des Schützen überhaupt nichts.


Klassen

Beim Field Target wird in Deutschland in verschiedenen Klassen geschossen um Chancengleichheit zu gewährleisten. Die Klassen unterscheiden sich in den verwendeten Gewehren und deren Energie.

Klasse 1: -Offene Klasse- Pressluft-vorgeladene Gewehre mit einer Energie von bis zu 16,3 Joule.

Klasse 2: -Federkolbenklasse- Gewehre mit einer Energie von bis zu 16,3 Joule, die mit Federkolben oder Gaskolbentechnik arbeiten und dadurch einen Prellschlag aufweisen.

Klasse 3: -Pressluftklasse- Pressluft-vorgeladenene Gewehre mit einer Energie von maximal 7,5 Joule, wie sie in Deutschland ab einem Alter von 18 Jahren frei erwerbbar sind.

Klasse 4: -Federkolbenklasse- Federkolbenluftgewehre (mit Prellschlag) mit einer Energie von maximal 7,5 Joule, wie sie in Deutschland ab einem Alter von 18 Jahren frei erwerbbar sind.

Klasse 5: -Kompensierte Federkolbenklasse- Federkolbenluftgewehre, bei denen der Prellschlag durch verschiedene technische Vorrichtungen eliminiert wird mit einer Energie von maximal 7,5 Joule, wie sie in Deutschland ab einem Alter von 18 Jahren frei erwerbbar sind.


Entfernungen und Parcours

Die Ziele stehen in 12 bis 25 sog. "Lanes" (Schiessgassen) mit insgesamt max. 50 Zielen. Entfernungen sind 9m bis max. 50m für 16,3 Joule und 9m bis max. 25m für 7,5 Joule.


Regeln

Es muss von der Feuerlinie aus die Entfernung zum Ziel mit dem Zielfernrohr gemessen, der Haltepunkt ermittelt und die Winddrift beachtet werden. Letzteres ist die größte Herausforderung für den Schützen. Bei offiziellen Wettbewerben gilt immer ein Zeitlimit von einer Minute pro Ziel.

Ein regelkonformer FTS-Wettbewerb beginnt eine Stunde vor dem Start auf dem "Einschießstand". Hier können die Gewehre überprüft, Zielfernrohrkorrekturen vorgenommen und einige Trainingsschüsse abgegeben werden.

Kurz vor dem Wettbewerb findet ein Treffen aller Schützen statt, wo diese von dem Wettbewerbsleiter eingehend über die Anzahl der "Lanes", die Ziele und über die Regeln sowie Sicherheitsvorschriften informiert werden. Dort werden dann auch die Wertungskarten (Score Cards) ausgeteilt, in denen die Startposition einer Squad angegeben wird, und die die Ergebnisse eingetragen werden.


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